Revitalisierung innerstädtischer Warenhäuser

 

Revitalisierung innerstädtischer Waren- und Kaufhäuser – Empirische Untersuchung zu den Potenzialen und Risiken

Foto Warenhaus Urheberrecht: Arnoldius  

Der stationäre Einzelhandel steht aufgrund des stetig wachsenden E-Commerce (Onlinehandel) vielerorts unter zunehmendem wirtschaftlichen Druck. Geschäftsaufgaben und Standortschließungen sowohl kleinerer Einzelhändler als auch großer Handelsketten und daraus folgende Leerstände in den Innenstädten sind nur eine Folge dieser Entwicklung. Die Umsätze und Marktanteile der großen deutschen Warenhausketten sind seit Beginn des 21. Jahrhunderts rückläufig.

Die jüngeren Entwicklungen der deutschen Warenhausketten zeigen, wie groß die Probleme im Warenhausgeschäft aktuell zu sein scheinen. Oft beginnt mit der Schließung eines innerstädtischen Warenhaues und dem plötzlichen Wegfall der Kundenströme eine „Negativspirale“ in Bezug auf die umliegenden Einzelhandelslagen. Diverse Beispiele im Zusammenhand mit der Insolvenz der Warenhauskette Hertie im Jahr 2009 zeigen, wie sehr gerade Unter- und Mittelzentren mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Aufgrund der charakteristischen Architektur vieler Warenhäuser (großflächige und mehrgeschossige „Zweckbauten“, vielfach ohne natürliche Belichtung) ist eine Neuvermietung bzw. Umnutzung oft schwierig.

Im Rahmen der Forschungsarbeit Revitalisierung innerstädtischer Warenhäuser wird daher der gesamte Revitalisierungsprozess sowohl auf Seiten der betroffenen Kommunen als auch der privaten Investoren und Projektentwickler untersucht. Ziel ist es Risikofaktoren während des Prozesses zu identifizieren, daraus abgeleitete Prozessoptimierungen zu entwickeln und auf diese Weise Handlungsempfehlungen für kommende Revitalisierungsprozesse zu gestalten.

Bearbeiter: Stephan Weitz, M.Sc.