Nutzungskosten von Schulbauten

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Die finanzschwachen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden zwingen die Verantwortlichen zu einer umfassenden Steuerung aller kostenbeeinflussenden Faktoren, die sich negativ auf den Gesamtbetrag ihrer Investitionen auswirken. Dabei entsprechen die Betriebs- und Instandsetzungskosten öffentlicher Gebäude einem Großteil der immobilienbezogenen Aufwendungen und stellen somit bedeutende Kostenblöcke zur Verwirklichung von Einsparpotenzialen dar.

Um die von institutioneller Seite geforderte Wirtschaftlichkeit in der Gebäudeplanung und -bewirtschaftung zu erzielen, ist es zunächst erforderlich, Kosten-Nutzen-Analysen für verschiedene Handlungsalternativen zu entwickeln. Mit Fortschreiten des Bauwerkslebenszyklus kommen der Nutzungskostenplanung und dem -benchmarking darüber hinaus entscheidende Bedeutung für die fortwährende Überwachung und Steuerung des immobilienbezogenen Aufwands zu. Für das kommunale Immobilienmanagement stellen hierbei verlässliche Nutzungskostenprognosen und -bewertungen eine Herausforderung in der Praxis dar.

Die Forschungsarbeit “Occupancy Cost Planning and Benchmarking – A Survey for Public Real Estate Management” - Oldenbourg Verlag untersucht die relevanten Ursache-Wirkungszusammenhänge zwischen den Nutzungskosten und ihren zugrundeliegenden Einflussgrößen am Beispiel von rund 130 Schulanlagen in Deutschland. Die empirische Arbeit benennt und quantifiziert die maßgeblichen Ursachen für auftretende Unterschiede in den Betriebs- und Instandsetzungskosten und stellt differenzierte Kostenkennwerte zur Verfügung. Zahlreiche Beispiele veranschaulichen darüber hinaus die Anwendung der Forschungsergebnisse im Kontext der Nutzungskostenplanung und des -benchmarkings.