IPE gewinnt beim Ideenwettbewerb "Reallabore der Energiewende" mit dem Projekt SmartQuart

18.07.2019
  Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ Urheberrecht: Projektträger Jülich

90 Konsortien mit über 500 Partnern aus Industrie und Forschung hatten sich auf die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgerufenen Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ beworben. Die 20 Gewinner wurden am Donnerstag 18.07.2019 durch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verkündet. Das Lehr- und Forschungsgebiet für Immobilienprojektentwicklung (IPE), geleitet von Frau Prof. Elisabeth Beusker, ist dabei im Projekt „SmartQuart“ zur Entwicklung smarter Energiequartiere vertreten.

In dem neuen Format der Reallabore sollen zukunftsfähige Energietechnologien unter realen Bedingungen mit Partnern aus der Industrie und Wissenschaft erprobt werden. Die Forschungsvorhaben sollen eine systemische Dimension aufweisen, regional verankert und gesellschaftlich eingebettet sein und die Erprobung sowohl technischer als auch nicht-technischer Innovationen ermöglichen.

Um die Klimaziele zu erreichen, muss die Stromwende zur Energiewende weiterentwickelt werden, die die Sektoren Energie, Wärme und Mobilität stärker als bislang miteinander verknüpft. Das Reallabor „SmartQuart“ soll zeigen, dass dies innerhalb eines Quartiers und im Zusammenspiel mit benachbarten Quartieren bereits heute technisch möglich ist und vielfältige sozio-ökonomische Vorteile bringt. Essen und Bedburg in Nordrhein-Westfalen sowie Kaisersesch in Rheinland-Pfalz repräsentieren dabei typische Stadtquartiere in einem eng verdichteten, ländlichen sowie städtischen Raum. Ziel ist es, eine klimaneutrale Energieversorgung in den Modellregionen zu erreichen, deren Konzepte auch auf andere Quartiere übertragbar sind. In allen Stadtquartieren beteiligen sich Bewohner, Planer, Energieversorger und lokale Technologieanbieter.

Auf Quartiersebene kann dabei die Komplexität der Vernetzung aus Strom- und Wärmeversorgung, der Bereitstellung von Mobilität bis hin zu gesellschaftlichen Prozessen und Bedürfnissen überschaubar vereint werden. Alle städtischen Funktionen wie Wohnen, Dienstleistungen, Gewerbe, Freizeit, Infrastrukturen und Mobilität sind hier verortet, so dass sich gesellschaftliche Transformationsprozesse im Kontext des Strukturwandels und zur Einführung nachhaltiger Mobilitäts- oder Energiesysteme gut entwickeln und testen lassen.

Die Konsortialleitung für das Reallabor „SmartQuart“ übernimmt die innogy SE. Neben dem Lehr- und Forschungsgebiet für Immobilienprojektentwicklung (IPE) ist die RWTH durch den Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik (EBC) des E.ON ERC und durch den Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen (e3d) vertreten. Weitere Partner und Start-Ups aus der Industrie sind Cisco Systems Holding GmbH, gridX GmbH, Hydrogenious Technologies GmbH, OFB Projektentwicklung GmbH, RWE Power AG, Stadt Bedburg, Verbandsgemeinde Kaisersesch und Viessmann Werke GmbH & Co. KG.

Weitere Informationen zu den Gewinnern des Ideenwettbewerbs finden Sie auf dem Internetauftritt des BMWi und des Projektträgers Jülich.